Hört sich an wie eine Casting-Show. Ist es aber nicht. Denn es gibt bei der Wahl zur Nachfolge von Barbara Schoenfeld keine Jury, die entscheidet, ob jemand Bürgermeister kann oder nicht. Das wird einzig und allein von den Wählerinnen und Wählern in Beilstein am 8.11. und ggf. am 29.11. entschieden. Dazu soll es einen fairen Wahlkampf geben und die Chance für alle Kandidatinnen und Kandidaten, sich ausreichend gut den Wählern präsentieren zu können. Der Wahlkampf ist durch den überraschenden Rücktritt der Amtsinhaberin kurz und lässt daher nur wenig Zeit, sich ein genaues Bild von allen Kandidatinnen und Kandidaten zu machen.
Als Fraktion freuen wir uns, dass alle bisherigen Bewerber beabsichtigen, die Kommunikation mit den Bürgern der Stadt und dem Gemeinderat zu intensivieren. Wir sehen darin einen wichtigen Faktor, die vor uns stehenden Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Im Dialog geht das besser. Worauf es dabei ankommt, bringt Paul Witt, der ehemalige Rektor der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl, im Staatsanzeiger auf den Punkt: „Ganz wichtig für alle Rathauschefs sind soziale Kompetenzen wie Freude am Umgang mit Menschen, Offenheit und Authentizität. Eine bekannte Formel besagt: Man muss Menschen mögen.“
Was wir uns für den anstehenden Wahlkampf nicht wünschen, ist Polarisierung und Spaltung. Das würde nach der Wahl die Stadt lähmen und ihr schaden. Auch wenn es derzeit in Deutschland oft nicht so gelebt wird: Das Amt des Bürgermeisters sollte immer noch mit Respekt behandelt werden, auch von denen, die anderen Kandidatinnen oder Kandidaten ihr Vertrauen geschenkt haben.
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Kandidatinnen und Kandidaten, die sich bisher aufgestellt haben und bei denen, die dies noch beabsichtigen. Wir freuen uns, dass es bereits ein gutes Bewerberfeld gibt und sind optimistisch hinsichtlich der Resonanz in der Bürgerschaft. Die Wählerinnen und Wähler bitten wir, die angebotenen Termine gut zu nutzen, um sich ein genaues Bild von jedem Bewerber zu machen. Der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin wird für acht Jahre gewählt, daher lohnt es sich, jetzt genauer hinzuschauen.
Den Kandidatinnen und Kandidaten wünschen wir auf diesem Wege einen guten Start in den Wahlkampf und viel Glück!
Hartmut Schmidt
Silke Kiderlen-Polek