Die Bahn hält Wort

Veröffentlicht am 01.12.2018 in Ortsverein

Zumindest beim Betriebsgewinn hält die Deutsche Bahn Wort, die erwarteten 2,1 Mrd Euro werden für 2018 nun voraussichtlich doch erreicht. Das ist aber unverständlich, da erst ein paar Tagen zuvor bekannt wurde, wie desolat der Zustand der Bahninfrastruktur und der Technik ist. Deutlich wird das am Flakschiff der Bahn, dem ICE, von denen nur jeder Fünfte voll funktionsfähig ist. Ob Verspätungen, Zugausfälle oder Organisationsmängel, die Bahn kommt nicht aus den Schlagzeilen. Von einem Investitionsstau und Mehrfinanzierungsbedarf, von hohen Schulden und einem Zuwachs an Fahrgästen wird berichtet. Manche Bahn Knotenpunkte sind heillos überlastet und müssten erweitert werden. Und nicht zu vergessen, das heillose Chaos dieser Tage beim Umbau des Bahnhofs Stuttgart 21. Es ist einfach unverständlich, warum ein 100% Staatsunternehmen wie die Deutsche Bahn, auf Kosten von Pendlern im Nahverkehr, Geschäftsreisenden im Fernverkehr oder einfach nur Gelegenheitsreisenden, auf Rendite getrimmt wird. „Unsere“ Bahn wird mit dem Ziel einer guten Bilanz offensichtlich auf Verschleiß gefahren. Was ist das Ziel? Soll die Bahn nun doch privatisiert werden? Das würde zumindest in die Agenda des CSU Ministers Scheuer passen. Der treibt seine Pläne zur Autobahnprivatisierungen nach dem ÖPP-Model (Öffentlich-Private Partnerschaft) trotz Kritik des Bundesrechnungshofes unverhohlen voran. Möglicherweise wird die PKW-Maut zukünftig zur Gegenfinanzierung der ÖPP Modelle genutzt, wie es bereits bei der LKW Maut üblich ist. Am Ende wird es nur wenige Gewinner geben und viele Verlierer, die für eine schlechte Infrastruktur die hohen Kosten tragen müssen, ob als Steuerzahler, als Fahrgast oder Nutzer einer Autobahn. Es wird Zeit für einen „Spurwechsel“ bei der Deutschen Bahn!

 

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