Gebäudeheizungen - jetzt beginnen

Veröffentlicht am 04.06.2023 in Ortsverein

Maßnahmen in der Politik sind vorbeugend oder reaktiv. Ein gutes Beispiel für Letzteres ist die Brücke der A45 bei Lüdenscheid. Jahrelang hörte man vom damaligen Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) ein „die Brücke kann warten“. Dann war es zu spät. Die Brücke musste abgerissen werden, und der Verkehr wird noch jahrelang durch die Stadt Lüdenscheid umgeleitet werden müssen. Im Nachhinein betrachtet wäre es klüger gewesen, vorbeugend statt reaktiv zu handeln, also die Sanierung der Brücke rechtzeitig anzustreben, anstatt zu warten.

So verhält es sich auch beim Gebäude-Energie-Gesetz. Die Reaktion auf die Gaskrise des letzten Jahres waren kalte Wohnzimmer, hohe Inflation, wirtschaftliche Rezession und Abwanderung von energieintensiven Industrien. Das Fazit war einhellig: Wir müssen unser Land besser auf die nächste Krise vorbereiten. Die damit verbundene Reduktion von fossilen Energieträgern bei Gebäudeheizungen ist dafür unerlässlich. Der Vorschlag der Ampelkoalition sieht einen schrittweisen Umbau der Gebäudeheizungen mit sozial gestaffelten Förderungen vor. Die Art der Heizung ist technologieoffen, solange der Erneuerbaren-Anteil bei mindestens 65 % liegt. Gleichzeitig fördern wir bereits massiv den Ausbau von treibhausgasneutraler Energieerzeugung und Stromnetzen. Ziel ist die Reduktion von CO₂-Emissionen und eine höhere Versorgungssicherheit unseres Landes.

Auf Unverständnis stößt die derzeitige Kampagne bei der CDU. Sie versucht, mit Falschinformationen von den Ängsten und der Verunsicherung der Bürger zu profitieren. Den Menschen einzureden, der Umbau der Gebäudeheizungen würde sich einfach über Marktmechanismen bewältigen lassen, könnte sich für viele Bürger zur Kostenfalle entwickeln. Denn Gas und Strom werden auf Dauer noch teurer werden und die nächste Versorgungskrise würde uns wieder unvorbereitet hart treffen. Die Heizungen dann tauschen zu wollen, wenn die Energiepreise kaum noch schultern sind, hat bereits letztes Jahr das Handwerk überfordert. „Wir würden uns wünschen, dass die Union wieder zur sachlichen Auseinandersetzung auf der Grundlage von Fakten zurückkehrt“, so Hartmut Schmidt von der SPD Beilstein. Wer, wie bei der Brücke von Lüdenscheid, das Signal sendet „wir haben noch Zeit“, der erweist seinem Land einen Bärendienst. 

 

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