SPD Landesparteitag: Klares Bekenntnis zum Artenschutz und zur regionalen Landwirtschaft

Veröffentlicht am 16.10.2019 in Ortsverein

Die Unterschriftensammlung zum Volksbegehren „Rettet die Biene“ hat begonnen und polarisiert bereits in vielen Diskussionen die Bürger in Baden Württemberg. Die Landwirte wehren sich und wollen nicht als Sündenböcke für das Artensterben verantwortlich gemacht werden. Selbst vielen GRÜNEN geht das Volksbegehren zu weit, insbesondere das Verbot von Pestiziden in Natur- und Landschaftsschutzgebieten. Die SPD unterstützt die Initiative zum Volksbegehren „Rettet die Biene“, möchte aber klarstellen, dass Artenschutz und der Schutz unserer heimischen Landwirtschaft keine Gegensätze sein müssen. Dazu hat der SPD Landesparteitag am 12.10. in Heidenheim mit großer Mehrheit eine Resolution verabschiedet. Darin steht:

„Nicht die Landwirte tragen die Schuld am Artensterben, sondern das System und das Umfeld, in dem sie arbeiten. Als Unterstützer des Volksbegehrens sehen wir es daher als unsere Aufgabe, die Landwirtschaft zu unterstützen und zu begleiten, damit sie den Strukturwandel bewältigen kann, den das Volksbegehren mit sich bringt.“

In dem Beschluss fordert die SPD finanzielle Anreize zur Kompensation von rückläufigen Erträgen der betroffenen Betriebe, finanzielle Unterstützung für Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der Artenvielfalt und bessere Vermarktung heimischer Bio-Lebensmittel. Maßnahmen zur Pestizidreduktion sollen für Landwirte so transparent und unbürokratisch gestaltet werden. Die heimische Landwirtschaft muss auf EU Ebene besser vor dem Konkurrenzdruck der internationalen Agrarmärkte  geschützt werden. Und eine deutliche Stärkung und Förderung der Direktvermarktung soll die Handelsoligopole umgehen.

Damit der Artenschutz in Baden-Württemberg gelingen kann, müssen wir die Landwirte mitnehmen. Die Umstrukturierung der Landwirtschaft durch den Artenschutz darf nicht zur Aufgabe vieler Höfe führen. Im Gegenteil, Artenschutz kann dann gelingen, wenn wir den ökonomischen Druck auf viele Landwirte nehmen, um ihnen den Spielraum für eine profitablere und ökologischere Landwirtschaft zu ermöglichen. Das bestätigt auch eine aktuelle FORSA Umfrage in der sich 87% der Landwirte für mehr Umweltschutz aussprechen, wenn es dafür angemessene Förderungen gibt.

 

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