Windräder im Bottwartal

Veröffentlicht am 12.02.2023 in Ortsverein

An vollmundigen Versprechen zum Ausbau erneuerbarer Energien in Baden-Württemberg hat es die letzten Jahre nie gemangelt. Aber trotz eines von GRÜNEN geführten Bundeslandes ist das Ergebnis eher mager. 2022 hat selbst Bayern unser Ländle beim Ausbau der Windenergieanlagen überholt. Von den 505 Windrädern, die 2022 in ganz Deutschland in Betrieb gingen, waren gerade mal 9 neue Windkraftanlagen aus Baden-Württemberg. Die Schuld für das Versagen des Landes beim Bund zu suchen, wird mit den neuen Gesetzesänderungen zur Beschleunigung des EEG Ausbaus noch weniger schlüssig. Die Landesregierung und die Regionen in BaWü werden sich fortan deutlich mehr ins Zeug legen müssen.

Der Pleidelsheimer Bürgermeister hat vor kurzem einen möglichen Standort im Hardtwald, östlich von Großbottwar, ins Gespräch gebracht, und damit eine Diskussion angestoßen. Pleidelsheim besitzt im Hardtwald Grundstücke, von denen die Gemeinde durch Einnahmen bei der Nutzung von Windrädern profitieren würde, während Großbottwar nur die Nachteile hätte. Jetzt verschärft sich der kommunalpolitische Wind. Würde ein 250m hohes Windrad die Sicht auf die historische Burg Lichtenberg trüben? Wie viel Mitspracherecht sollten die Bürger vor Ort und die Gemeinde haben? Und wer soll an den Erlösen beteiligt werden?

Auch für unsere Region Heilbronn Franken werden Flächen für eine Nutzung der Windkraft ausgewiesen. In sogenannten Planhinweiskarten hat die Region letztes Jahr mögliche Flächen vorgestellt. Die Karte zeigt, wo aus Sicht der Region raumverträgliche Standorte sind, in denen Vorhaben leichter umgesetzt werden können. Die Planhinweiskarte der Region deckt sich aber nur teilweise mit dem Vorentwurf des Gemeindeverwaltungsverband (GVV) Schozach-Bottwartal aus dem Jahre 2018, welcher Konzentrationszonen für die Windenergienutzung vorschlägt. Im Entwurf der GVV Schozach-Bottwartal wurden damals für die Beilsteiner Gemarkung die drei Standorte Krapfenhau (östlich von Etzlenswenden), Salzlecke (östlich von Billensbach) und Brenntenschlägle – Geißbuckel (südlich von Prevorst) empfohlen.

Die SPD steht zum stärkeren Ausbau der Wind- und Solarenergie. Damit dies aber gelingen kann, müssen Bürger und Kommunen früher beteiligt werden. Interessenkonflikte müssen im Konsens gelöst werden. Das Beispiel Hardtwald in Großbottwar zeigt mal wieder, wie es nicht gemacht werden sollte. Fazit: Bei der Klimawende sollten alle Bürger mitgenommen werden.

Quellen:

Neue Planhinweiskarten für Windkraft und Freiflächen-Photovoltaik: Baden-Württemberg.de (baden-wuerttemberg.de)

2530 Begründung WIND (abstatt.de)

https://regionen-bw.de/karten/Wind_Planhinweiskarte_RVHF.png

 

 

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