29.06.2026 in Ortsverein
Die Fraktion SPD & BWG wurde von der Rücktrittsankündigung von Bürgermeisterin Schoenfeld überrascht. Frau Schoenfeld hat bekannt gegeben, dass sie ihr Amt zum 31.01.2027 und damit rund zwei Jahre vor dem regulären Ende ihrer Amtszeit niederlegen wird. Als Grund nennt sie persönliche Gründe.
Wir bedauern diesen Schritt. In diesem und im kommenden Jahr stehen für Beilstein wichtige Entscheidungen an. Mit dem Haushalt 2026 plant die Stadt eine deutlich höhere Verschuldung, gleichzeitig zwingt ein wachsender Sanierungsstau zum Handeln. Hinzu kommen große Herausforderungen in der Kinderbetreuung, bei der Unterstützung älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie beim Umbau des Ahornareals. Für Beilstein besteht nun die Gefahr, dass wichtige Projekte ins Stocken geraten, bis eine neue Bürgermeisterin oder ein neuer Bürgermeister gewählt ist und sich in sein Amt eingearbeitet hat. Wir hätten uns daher gewünscht, die verbleibenden zwei Jahre der Amtszeit für die Bearbeitung dieser wichtigen Sachthemen nutzen zu können. Nachdem inzwischen auch die Führungspositionen in der Verwaltung wieder vollständig besetzt sind, wären dafür gute Voraussetzungen vorhanden gewesen.
Positiv bewerten wir, dass Bürgermeisterin Schoenfeld nicht kurzfristig ausscheidet, sondern der Stadt ausreichend Zeit gibt, ihre Nachfolge zu regeln. Dadurch kann eine neue Bürgermeisterin oder ein neuer Bürgermeister gewählt werden, dem sie die Amtsgeschäfte zum 01.02.2027 geordnet übergeben kann. Gleichzeitig erhalten die Bürgerinnen und Bürger genügend Zeit, sich mit den Bewerberinnen und Bewerbern für dieses wichtige Amt auseinanderzusetzen.
Nun sind die 18 gewählten Mitglieder des Gemeinderats in besonderem Maße gefordert. Es gilt nicht nur, die Bürgermeisterwahl vorzubereiten, sondern auch die Weichen für das Jahr 2027 zu stellen. Dazu gehören insbesondere ein konsolidierter Haushalt 2027 sowie die Umsetzung dringend notwendiger Sanierungs- und Umbaumaßnahmen. Die Herausforderungen der Stadt dulden keinen Aufschub. Deshalb muss der Gemeinderat jetzt Verantwortung übernehmen und die anstehenden Aufgaben entschlossen angehen. Stillstand ist keine Option.
Hartmut Schmidt
Silke Kiderlen Polek